Alistair Cockburn

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Alistair Cockburn (geboren am 19. November 1953[1]) ist ein US-amerikanischer Softwareingenieur, der vor allem im Kontext der agilen Bewegung bekannt wurde. So ist Cockburn Erstunterzeichner des Manifests für Agile Softwareentwicklung und Entwickler der agilen Methodenfamilie Crystal.

Karriere und Leistungen

Cockburn[2] hat einen Bachelor of Science (1974 in Computer Engineering) und einen Master of Science (1975 in Computer Science) von der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio und wurde zum Dr. Philos. an der University of Oslo im Jahre 2003 promoviert.

Cockburn hat seine langjährige Karriere im Jahre 1975 als Computer Graphics Hardware Designer bei der Firma Evans & Sutherland Computer Corporation angefangen. 1981 verlässt er diese Stelle und gelangt, nach zwei kurzen Stationen bei Quanta Corp und WICAT Corp im Jahre 1984 bei IBM Research. Im Jahre 1991 wird er Berater, zuerst beim IBM Consulting Group und ab 1994[3] selbstständig bei seiner Firma Humans and Technology. Cockburn ist bis heute als Berater bei Humans and Technology tätig.

Cockburn ist als einer der Erstunterzeichnern des Manifests für Agile Softwareentwicklung und der Declaration of Interdependence[4] (einer Erweiterung/Anpassung des Manifests für Agile Softwareentwicklung für das Management und für nicht-Software-Produkte) bekannt.

Ebenfalls ist Alistair Cockburn für die Entwicklung der agilen Methodenfamilie Crystal und der nach ihm benannten Cockburn-Skala, die eine Möglichkeit darstellt Projekte nach ihrer Kritikalität und Größe zu klassifizieren. Er ist ebenfalls für die Beschreibung der Hexagonalen Architektur[5] bekannt.

Cockburn wurde für drei seiner Bücher der Jolt Award von der Computerzeitschrift Dr. Dobb’s verliehen[6]:

  • 2001 für Writing Effective Use Cases (Productivity Award)
  • 2002 für Agile Software Development (Productivity Award)
  • 2007 für Agile Software Development: The Cooperative Game (Jolt Product Excellence Award)

Publikationen

Alistair Cockburn hat mehrere Bücher und diverse andere Schriften publiziert – so listet die Datenbank DBLP 29 Publikationen unter seinem Namen zwischen den Jahren 1987 und 2008[7] auf.

Bücher (Auswahl)

Auswahl gemäß den Katalogdaten der Library of Congress und der Deutschen Nationalbibliothek.

  • 1998. Surviving Object-Oriented Projects: A Manager’s Guide. Addison Wesley.
  • 2001. Writing Effective Use Cases. Addison-Wesley.
    Deutsche Ausgabe: Use Cases effektiv erstellen. mitp. 2003.
  • 2002. Agile Software Development. Addison-Wesley.
    Deutsche Ausgabe: Agile Software-Entwicklung. mitp. 2003.
  • 2005. Crystal Clear: A Human-Powered Methodology for Small Teams. Addison-Wesley.
    Deutsche Ausgabe: Crystal Clear: Agile Software-Entwicklung für kleine Teams. mitp. 2005.
  • 2007. Agile Software Development: The Cooperative Game (Second Edition). Addison-Wesley.
    Lesen Sie die Rezension dieses Buches auf nososo.

[1] Geburtsdatum laut Wikipedia-Artikel zu Alistair Cockburn

[2] Die Abschnitte über Studium und Karriere basieren auf Cockburns Selbstpräsentation auf seiner Seite, die nicht länger verfügbar ist (Abruf der archivierten Version vom 23.09.2006 am 16.03.2021).

[3] Laut Cockburns LinkedIn-Profil (Abruf 16.03.2021) ist er schon seit August 1991 bei Humans and Technology tätig.

[4] Siehe Declaration of Interdependence (nicht weiter unter der initialen Adresse verfügbar), Abruf am 16.03.2021 der archivierten Version vom 6.01.2007

[5] Vgl. Alistair Cockburn. Hexagonal Architecture. (Abruf 16.03.2021)

[6] J.D. Hildebrand, Deirdre Blake. The Complete Jolt Product Excellence & Productivity Awards. 9.02.2012. Originaler Beitrag veröffentlicht und nicht weiter verfügbar auf der Plattform Dr. Dobb’s, abgerufen der am 8.09.2016 archivierten Version (Abruf 16.03.2021)

[7] Vgl. DBLP-Datenbankeintrag zu Alistair Cockburn (Abruf 16.03.2021).

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Generischer Autor für enzyklopädische Artikel.

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